Lesungen in Einfacher oder Leichter Sprache

Folgende Möglichkeiten für Lesungen in Bibliotheken für die Zielgruppe der gering Literalisierten gibt es:

  • ein Buch in Einfacher oder Leichter Sprache wird von einer/einem Schauspieler:in, Künstler:in, Politiker:in … vorgelesen
  • die/der Autor:in, der ein Buch in Einfacher oder Leichter Sprache geschrieben hat, liest selber vor
  • die/der Dolmetscher:in für Einfache Sprache liest aus einem von ihr/ihm übersetzten Buch vor.

Haben Sie noch andere Ideen? Schreiben Sie uns gerne und wir führen Ihre Ideen hier mit auf.

Szenische Lesungen in Einfacher Sprache

Die freie Theaterformation "stille hunde" wurde Anfang September 2008 von Stefan Dehler und Christoph Huber gegründet. Das Team hat innerhalb weniger Jahre eine große Bandbreite an Aktivitäten entwickelt, unter anderem auch szenische Lesungen in Einfacher Sprache (Faust, Tschick). In den letzten drei Jahren ist "stille hunde" außerdem verstärkt mit seiner Arbeit mit interkulturellen Bürgertheaterinitiativen an die Öffentlichkeit getreten.

Am 08. September 2020 fand die szenische Lesung " FAUST - der Tragödie erster Teil" im Bildungshaus Wolfsburg statt. Die Aufführung in Einfacher Sprache war ein großer Erfolg. Einen Eindruck über die Veranstaltung vermittelt der Blog "Bildungshaus Wolfsburg".

AutorInnen für Lesungen

Karin Ahmad-Moehring hatte eine Lese-Rechtschreib-Schwäche und deshalb Probleme in der Schule und beim Lesen und Schreiben, bis sie sich entschloss dies zu ändern. Heute liest sie aus ihrem eigenen Buch „Im Labyrinth der Buchstaben – Ein Leben mit Legasthenie“ und erzählt damit ihre Geschichte, um anderen Mut zu machen.

Andrea Behnke hat lange als Redakteurin gearbeitet. Jetzt ist sie freie Journalistin und Autorin. Sie lebt im Ruhrgebiet. Dort schreibt sie Bücher, aber auch Texte und Geschichten für Internet, Radio, Vereine und Verlage.

Marion Döbert schreibt Literaturvereinfachung, Bücher zum Film und eigene Romane. Inzwischen hat sie rund 20 Bücher veröffentlicht. In der Zeitschrift ALFA-Forum sind zahlreiche Kurzgeschichten in Einfacher Sprache von ihr erschienen. Sie leitet Alphabetisierungskurse an der Volkshochschule Bielefeld und setzt sich auch als Journalistin für Grundbildung ein. Marion Döbert hat als Gründungsmitglied den Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung ins Leben gerufen und arbeitet dort als Vorstandsmitglied. Für ihre Verdienste um die Alphabetisierung wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Frau Döbert bietet das ganze Jahr hindurch Lesungen an.

Tim-Thilo Fellmer zählte lange Zeit zu den funktionalen Analphabet:innen in Deutschland - bis er mit Mitte Zwanzig anfing, lesen und schreiben zu lernen. Heute ist er Kinder- und Jugendbuchautor, Verleger und Referent und wurde vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung zum Botschafter für Alphabetisierung ernannt.

Jonas Kleindienst wurde 1983 in Konstanz geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Er ist Historiker und Archäologe, arbeitet im Museum und schreibt Kurzgeschichten. Für seine Geschichte "Liebe muss man fühlen" (eine Geschichte in Einfacher Sprache für Erwachsene) hat Jonas Kleindienst den 4. Literatur-Wettbewerb „Die Kunst der Einfachheit“ 2017 bekommen, prämiert von einer Jury der LEA Leseklubs.

Andrea Lauer schreibt Gedichte, Geschichten und Sachbücher. Sie erhielt 2013 den Preis des LEA-Leseklubs.

 

Verlage für Literatur in Einfacher Sprache: