Zielgruppen

Vorlesestunden für Senioren

Neben einem Veranstaltungsangebot für Senioren in der Bibliothek gibt es vielerorts auch von der Bibliothek entsendete Vorlesepaten in Senioreneinrichtungen, die älteren (immobilen) Menschen vorlesen und ihnen den Zugang zu Literatur zu erleichtern. Die Stiftung Lesen hat eine Broschüre begleitend zu ihrem Projekt "Geschichten aus dem Koffer" herausgegeben. Diese "Handreichung zur Unterstützung von ehrenamtlich Vorlesenden" enthält sowohl Lektüretipps für Vorlesende in Alten- und Pflegeheimen, als auch praxisnahe Anregungen, wie Vorlesestunden organisiert, umgesetzt und gestaltet werden können.
Im Jahr 2019 hat die Stiftung Lesen einen neuen Leitfaden herausgegeben: "Vorlesen, Begegnungen, Gespräche: Zeit mit älteren Menschen kreativ gestalten - Ein Leitfaden für Vorleserinnen und Vorleser." Neben konkreten Buchempfehlungen sind und auch viele Praxistipps rund um die Organisation und Gestaltung von Vorlesestunden enthalten.

Handpuppen

Erfahrungen haben gezeigt, dass der Einsatz von Handpuppen den Zugang zu an Alzheimer erkrankten Menschen  und die Kommunikation mit ihnen erleichtern kann. Die Puppe kann zu fast jeder Gelegenheit, bei der sich mit dem Erkrankten beschäftigt wird, zum Einsatz kommen. Zum Beispiel beim Gedächtnistraining, bei der Bewegungstherapie und in der täglichen Pflegearbeit. Auch bei Vorlesestunden, Gruppentreffen und ähnlichen Gelegenheiten gibt es hinreichende Anlässe, die Puppe ins Gespräch mit den betroffenen Personen zu bringen. Häufig reagieren Demenzkranke auf die Ansprache durch die Puppe positiv und interagieren mit ihr. Die Handpuppen erleichtern den emotionalen Zugang und Ausdruck und wirken oft als tröstender Freund.

Besonders für demenzkranke Menschen, die sich zum kindlichen zurückentwickelt haben, ist das Gespräch mit einer Handpuppe leichter begreifbar. Der Einsatz von Handpuppen bringt den älteren, dementen Menschen Spaß, Freude und ein wenig Abwechslung und lässt sich gut und ohne viel Aufwand nutzen.

Dem Themenpaket „Demenz / Alzheimer“, welches im Rahmen des Angebotes der Büchereizentrale Niedersachsen zur „Bibliotheksarbeit für Senioren“ konzipiert wurde, liegt eine „Großmutter-Handpuppe“ bei, die bei der Seniorenarbeit bzw. speziell bei der Kontaktaufnahme mit Demenzkranken genutzt werden kann. Weitere Informationen zum Einsatz von Handpuppen finden Sie hier:

Bücher schlagen Brücken: Jung und Alt im Gespräch – Generationen im Dialog in Nordrhein-Westfalen

"Bücher schlagen Brücken" ist ein mit Unterstützung des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführtes Projekt. Durch Literatur und Vorlesen wird ein Austausch zwischen jungen und älteren Menschen sowie die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Themen und Lebensbereichen angeregt. Gemeinsame Vorlesestunden ermöglichen Gespräche über das Gehörte und andere Themen zwischen den jungen Vorleser/innen und den Senior/innen in einer persönlichen Atmosphäre.

"Weckworte"

Die Veranstaltung „Weckworte“ wurde in Schleswig-Holstein von mehreren Büchereien in Zusammenarbeit mit Senioreneinrichtungen durchgeführt. Der Workshop mit dem mehrfach ausgezeichnetem Poetry-Slammer Lars Ruppelt schlägt eine Brücke zwischen Jugendlichen und Demenzpatienten. Die Idee zu „Alzpoetry“ kommt aus den USA: Gedichte, Balladen und Lieder werden genutzt, um einen emotionalen Zugang zu Demenzpatienten zu finden.