Zielgruppen

Menschen mit Hörbehinderungen

Um eine barrierefreie Nutzung der Bibliothek auch für Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen zu gewährleisten, ist vor allem die Kommunaktion mit dem Nutzer zu hinterfragen. Werden Informationen per Video-Botschaft vermittelt? Dann sollten die Filme auf der Homepage der Bibliothek bspw. mit Untertiteln versehen werden. Das Erfragen von Auskünfte und Informationen sollte auch per E-Mail oder Chat möglich sein. Außerdem sind leicht zu lesende Texte und Informationsmaterialien für Nutzer, die von Geburt an taub sind oder taub wurden bevor sie Sprache erlernen konnten, hilfreich. Das Büro für Leichte Sprache der Lebenshilfe Bremen e.V. gibt einen guten Überblick über das Thema Leichte Sprache, bietet einen Übersetzungsservice an und kleine Geschichten zum Herunterladen. 

Im Rahmen unserer "Bibliotheksangebote für Geflüchtete" bieten wir ein Themenpaket mit Büchern mit kurzen und einfachen Texten zur Ausleihe an.

Außerdem gibt es hilfreiche Apps, die Kinderbücher in Gebärdensprache übersetzen. Die für Android-Smartphones erhältliche App "StorySign" des Technologiekonzerns Huawei beispielsweise ist kostenlos und wird in der "Deutschen Gehörlosenzeitung" vorgestellt. Bisher kann das Buch "Peter Hase - ein Guckloch Abenteuer" von der App übersetzt werden in die deutsche und neun  weitere Gebärdensprachen. Weitere Bücher sind in Planung.

Die Medienabteilung des Gehörlosenverbandes München und Umland e.V. (GMU) führte von 2014 -2016 ein 2-jähriges Projekt durch, bei dem Kinderbücher und Märchen in eine Gebärdensprachversion umgesetzt wurden. Die Bücher wurden nach Fertigstellung kostenfrei auf der Homepage zur Verfügung gestellt. Alle Kinderbücher sind in deutscher Gebärdensprache mit Untertitel und Vertonung zu sehen. Die Bücher finden Sie hier.